Alphora Health · Themen · Arbeitsplatz
§ 26 Thema: Arbeit

Konzentration am Arbeitsplatz: Unterbrechungen sind das eigentliche Problem.

Im Büro scheitert Konzentration selten am Willen. Sie scheitert an Kollegengesprächen im Großraum, an Meeting-Ketten, Chat-Pings und dem ständigen Wechsel zwischen Aufgaben. Eine sachliche Übersicht, was die Forschung über Störungen im Arbeitsalltag weiß und welche Gegenmittel im Büro tatsächlich umsetzbar sind.

Pings
stören auch ungelesen
Wechsel
jede Aufgabe kostet einen Neustart
14 Uhr
das Nachmittagstief
100 mg
Koffein pro Tagesportion, etwa eine Tasse Filterkaffee
ALPHORA FOKUS
§ Kontext

Nicht zu wenig Disziplin. Sondern zu viele Unterbrechungen.

  • 01

    Unterbrechungen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Der Stressreport Deutschland der BAuA führt Störungen und Unterbrechungen sowie das gleichzeitige Betreuen verschiedener Aufgaben seit Jahren unter den häufigsten psychischen Arbeitsanforderungen.

  • 02

    Jeder Wechsel hinterlässt einen Rest. Nach einem Aufgabenwechsel hängt ein Teil der Aufmerksamkeit noch an der alten Aufgabe. Die Forschung nennt das Aufmerksamkeitsrückstand.

  • 03

    Das Großraumbüro ist nicht neutral. Verständliche Gespräche im Hintergrund gehören zu den am besten untersuchten Störquellen bei Lese- und Denkaufgaben.

  • 04

    Die großen Hebel sind organisatorisch. Fokusblöcke, gebündelte Kommunikation, kürzere Meetings und echte Pausen bringen mehr als jedes Produkt.

Warum fällt Konzentration am Arbeitsplatz so schwer?

Konzentration am Arbeitsplatz scheitert meist nicht am Willen, sondern an Unterbrechungen: Gespräche im Großraumbüro, Chat-Nachrichten, E-Mails, Meeting-Ketten und der ständige Wechsel zwischen Aufgaben. Jede Unterbrechung kostet einen Neustart. Die wirksamsten Gegenmittel sind organisatorisch: feste Fokusblöcke, gebündelte Kommunikation, ruhigere Plätze für anspruchsvolle Arbeit und echte Pausen.

Das ist keine Einzelerfahrung. Der Stressreport Deutschland der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zählt das gleichzeitige Betreuen verschiedener Aufgaben sowie Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit zu den am häufigsten genannten Anforderungen. Wer sich im Büro schlecht konzentrieren kann, hat also meist kein persönliches Problem, sondern ein strukturelles.

Diese Seite geht um das Büro mit Kollegen, Meetings und Großraum. Wer überwiegend zu Hause arbeitet, findet die passenden Strategien unter Konzentration im Homeoffice. Die allgemeine Sortierung aller Hebel, von Schlaf bis Ernährung, steht auf Konzentration steigern.

Was kostet eine Unterbrechung wirklich?

Mehr als die Unterbrechung selbst. Nach jeder Störung muss das Gehirn zur ursprünglichen Aufgabe zurückfinden, und ein Teil der Aufmerksamkeit bleibt noch eine Weile bei der Störung hängen.

Die Organisationsforscherin Sophie Leroy (2009) nannte dieses Phänomen Aufmerksamkeitsrückstand (attention residue): Wer von Aufgabe A zu Aufgabe B wechselt, ohne A abgeschlossen zu haben, arbeitet an B schlechter. In einer Studie von Gloria Mark und Kollegen (2008) erledigten unterbrochene Teilnehmende ihre Aufgabe sogar schneller und ohne Qualitätsverlust, berichteten aber mehr Stress, Zeitdruck und Frustration. Sie kompensierten die Unterbrechung also mit mehr Anstrengung.

Auch Benachrichtigungen, die man ignoriert, sind nicht folgenlos. In einem Experiment von Stothart, Mitchum und Yehnert (2015) machten Teilnehmende bei einer Aufmerksamkeitsaufgabe mehr Fehler, wenn ihr Handy eine Nachricht meldete, selbst wenn sie nicht nachsahen.

Dasselbe gilt für selbst gewähltes Multitasking. Was wie paralleles Arbeiten aussieht, ist meist schnelles Hin- und Herschalten. Experimente zu Wechselkosten, etwa von Rubinstein, Meyer und Evans (2001), zeigen, dass jeder Wechsel Zeit kostet und dass dieser Aufwand mit der Komplexität der Aufgaben wächst. Für den Arbeitsalltag folgt daraus eine einfache Regel: ähnliche Aufgaben bündeln, Mails in festen Fenstern abarbeiten und anspruchsvolle Arbeit möglichst am Stück erledigen, bevor die nächste beginnt.

Welche Störungen am Arbeitsplatz sind am größten?

StörquelleWas passiertWas im Büro hilft
Chat und E-Mailständiges Prüfen hält im Reaktionsmodusfeste Zeiten für Nachrichten, Benachrichtigungen in Fokusblöcken aus
Hintergrundgesprächeverständliche Sprache stört Lese- und DenkaufgabenRuhezonen, Rückzugsräume, Telefonate auslagern, Kopfhörer als Signal
Spontane Fragen von KollegenUnterbrechung mitten in der Aufgabesichtbare Fokuszeiten, Fragen sammeln, feste Sprechzeiten
Meeting-Kettenkein Block lang genug für tiefe Arbeitmeetingfreie Zeitfenster, kürzere Termine, klare Agenda
AufgabenwechselWechselkosten und Aufmerksamkeitsrückstandähnliche Aufgaben bündeln, eine Sache abschließen
Nachmittagstiefweniger Wachheit nach dem MittagAnspruchsvolles in den Vormittag, Tageslicht, leichtes Mittagessen

Zusammengestellt nach BAuA-Stressreport, Leroy (2009), Mark et al. (2008), Stothart et al. (2015) und Forschung zum Irrelevant-Speech-Effekt.

Wie konzentriert man sich im Großraumbüro?

Mit Regeln für Lärm und Erreichbarkeit, nicht allein mit Kopfhörern. Die Wahrnehmungspsychologie kennt seit Jahrzehnten den Irrelevant-Speech-Effekt: Verständliche Sprache im Hintergrund stört das Behalten und Verarbeiten von Informationen, auch wenn man bewusst weghört. Unverständliches Rauschen stört deutlich weniger als ein Gespräch, dem man folgen könnte.

Das Großraumbüro soll Austausch fördern. Eine Feldstudie von Bernstein und Turban (2018) fand nach dem Umzug zweier Unternehmen in offene Büros aber das Gegenteil: Persönliche Gespräche gingen deutlich zurück, E-Mail und Chat nahmen zu. Viele Beschäftigte schotten sich ab, statt mehr zu reden.

Auch die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.7 „Lärm“ setzt für Tätigkeiten mit hoher Konzentration strengere Richtwerte an als für Routinetätigkeiten. Was im Team praktisch hilft:

  • Ruhezonen oder buchbare Einzelräume für Aufgaben, die echte Konzentration verlangen.
  • Telefonate und Video-Calls in Besprechungsräume oder Telefonboxen verlagern.
  • Ein vereinbartes Signal, etwa Kopfhörer oder ein Status im Chat, das „bitte nicht stören“ heißt.
  • Den eigenen Platz wählen, wo das möglich ist: weg von Laufwegen, Küche und Drucker.

Wie viele Meetings verträgt konzentriertes Arbeiten?

So viele, dass am Tag noch mindestens ein langer, ungestörter Block übrig bleibt. Ein Kalender mit Terminen im Stundentakt lässt nur Lücken von 20 oder 30 Minuten. Die reichen für E-Mails, aber kaum für Arbeit, die Einarbeitung braucht.

Praktisch bewährt haben sich meetingfreie Vormittage oder Tage im Team, kürzere Standardlängen (25 statt 30, 50 statt 60 Minuten) und eine Agenda als Bedingung für jede Einladung. Wer lange Fokusblöcke plant, findet in Deep Work eine Anleitung. Für die Zeit zwischen den Terminen eignen sich kurze Übungen aus Konzentrationsübungen, um wieder in eine Aufgabe zu finden.

Was hilft gegen das Nachmittagstief im Büro?

Ein kluger Tagesplan, Licht, Bewegung und ein Mittagessen, das nicht erschlägt. Das Tief am frühen Nachmittag ist normal und hängt teils mit der inneren Uhr zusammen, nicht allein mit dem Essen. Woher es kommt, erklärt Das 14-Uhr-Tief.

  • Anspruchsvolle Aufgaben in den Vormittag, Routinearbeit und Abstimmungen in den frühen Nachmittag.
  • Nach dem Essen ein paar Minuten raus, ins Tageslicht und in Bewegung.
  • Mikropausen weg vom Bildschirm: Eine Meta-Analyse von Albulescu und Kollegen (2022) fand, dass kurze Pausen Ermüdung verringern, mit kleinen, aber messbaren Effekten.
  • Koffein mit Cutoff: Ein Kaffee am frühen Nachmittag ist für viele unproblematisch. Die EFSA weist aber darauf hin, dass schon 100 mg kurz vor dem Schlafengehen bei manchen Erwachsenen den Schlaf beeinflussen können. Die passende Uhrzeit liefert der Koffein-Rechner.

Gesetzlich gilt außerdem: Bei mehr als sechs Stunden Arbeit sieht das Arbeitszeitgesetz mindestens 30 Minuten Pause vor, bei mehr als neun Stunden 45 Minuten. Eine Pause am Schreibtisch mit Mails ist dabei keine echte Pause.

Wo ALPHORA FOKUS in den Büroalltag passt

Nach den organisatorischen Hebeln, nicht davor. ALPHORA FOKUS ist für den Bürovormittag gedacht: eine Tagesportion aus zwei Kapseln mit 100 mg Koffein, etwa so viel wie eine Tasse Filterkaffee, im Verhältnis 1:2 zu 200 mg L-Theanin. Moderat dosiert statt Maximal-Kick, Balance über Kick. Zusammen mit einer weiteren Tasse Kaffee bleibt man unter der EFSA-Einzeldosis von 200 mg für gesunde Erwachsene.

Dazu kommen 250 mg Citicolin, 300 mg L-Tyrosin, 200 mg Rhodiola rosea, 100 mg Panax Ginseng und Vitamin B6 und B12 in aktivierter, methylierter Form. Für lange Arbeitstage relevant: Vitamin B6 und B12 tragen zu einer normalen psychischen Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Mehr dazu auf Vitamin B6 + B12, zum Verhältnis von Koffein und L-Theanin auf L-Theanin.

Ein Supplement ersetzt keinen ruhigen Platz, keinen freien Kalenderblock und keinen Schlaf. 60 Kapseln reichen für 30 Tage und kosten 39,99 €. Hergestellt in Deutschland, jede Charge laborgeprüft, erhältlich über Amazon.de.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden; die Gesamt-Koffeinaufnahme aus allen Quellen im Blick behalten. Enthält Koffein: für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende nicht empfohlen. Anhaltende Konzentrationsprobleme können andere Ursachen haben und gehören ärztlich abgeklärt. Bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.

§ Die Formel

Was in ALPHORA FOKUS steckt.

Auswahl, Mengen pro Tagesportion (2 Kapseln). Die vollständige Formel umfasst sechs Wirkstoffe plus aktiviertes Vitamin B6 und B12.

Wirkstoffe und Dosierungen pro Tagesportion (2 Kapseln)
Nr. Wirkstoff Dosierung (Tagesportion) Funktion Rolle
N° 01 Citicolin hochrein 250mg Vorstufe von Phosphatidylcholin — einem Hauptbestandteil von Gehirnzellmembranen. Dosierung orientiert sich an der am häufigsten in Studien eingesetzten Menge. Zellmembran
N° 02 L-Tyrosin Aminosäure 300mg Aminosäure und Baustein für Dopamin und Noradrenalin. In Studien vor allem unter Druck und Stress untersucht. Neurotransmitter
N° 04 L-Theanin aus grünem Tee 200mg Aminosäure aus grünem Tee und der klassische Partner von Koffein. Im bewährten Verhältnis 2:1 zu Koffein. Modulation
N° 06 Koffein natürlich 100mg Etwa eine Tasse Filterkaffee. Gekoppelt an L-Theanin, für Balance statt Kick. Aktivierung
§ FAQ

Häufige Fragen.

Häufige Fragen zum Thema Konzentration am Arbeitsplatz

N° 01 Warum kann ich mich im Büro so schlecht konzentrieren?
Meist wegen Unterbrechungen, nicht wegen fehlender Disziplin. Gespräche im Großraumbüro, Chat-Nachrichten, E-Mails und Meetings zerteilen den Tag in kurze Abschnitte. Nach jeder Unterbrechung braucht es Zeit, um wieder in die Aufgabe hineinzufinden. Der BAuA-Stressreport zählt Störungen und Multitasking zu den häufigsten Belastungen im Arbeitsalltag.
N° 02 Wie kann ich mich im Großraumbüro besser konzentrieren?
Hilfreich sind feste Fokuszeiten, in denen Chat und Mail stumm sind, ein ruhigerer Platz oder ein Rückzugsraum für anspruchsvolle Aufgaben und ein sichtbares Signal an Kollegen, etwa Kopfhörer. Verständliche Gespräche im Hintergrund stören Lese- und Denkaufgaben besonders. Wo möglich, lohnt es sich, Teamregeln für Ruhezonen und Telefonate zu vereinbaren.
N° 03 Ist Multitasking am Arbeitsplatz schlecht für die Konzentration?
Bei anspruchsvollen Aufgaben meist ja. Was wie Multitasking aussieht, ist in der Regel schnelles Hin- und Herschalten. Studien zu Wechselkosten (etwa Rubinstein, Meyer und Evans, 2001) zeigen, dass jeder Wechsel Zeit kostet, vor allem bei komplexen Aufgaben. Besser ist es, ähnliche Aufgaben zu bündeln und anspruchsvolle Arbeit am Stück zu erledigen.
N° 04 Was hilft gegen das Nachmittagstief im Büro?
Das Tief am frühen Nachmittag ist normal und teils von der inneren Uhr bedingt. Es hilft, anspruchsvolle Aufgaben in den Vormittag zu legen, mittags nicht zu schwer zu essen, nach dem Essen ein paar Minuten an die frische Luft oder ins Tageslicht zu gehen und Routineaufgaben in die Tiefphase zu legen. Koffein am frühen Nachmittag ist für viele in Ordnung, später kann es den Schlaf stören.
N° 05 Wie oft sollte man bei der Arbeit Pausen machen?
Das Arbeitszeitgesetz schreibt bei mehr als sechs Stunden Arbeit mindestens 30 Minuten Pause vor, bei mehr als neun Stunden 45 Minuten. Zusätzlich lohnen sich kurze Mikropausen: Eine Meta-Analyse von Albulescu und Kollegen (2022) fand, dass sie Ermüdung verringern und die Frische steigern, mit kleinen, aber messbaren Effekten. Am besten weg vom Bildschirm.
N° 06 Darf ein Nahrungsergänzungsmittel mit besserer Konzentration werben?
Nur in engen Grenzen. Zugelassen sind nach EU-Verordnung 432/2012 Aussagen zu bestimmten Nährstoffen, etwa: Vitamin B6 und B12 tragen zu einer normalen psychischen Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Für Koffein, L-Theanin, Citicolin oder L-Tyrosin gibt es keine zugelassenen Aussagen zur Konzentration. Organisation und Pausen bleiben die wichtigeren Hebel.
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